Sarcoptes-Serologie
Der Direktnachweis der Sarcoptes-Milben über Hautgeschabsel ist häufig mühsam und von wenig Erfolg gekrönt. Bei klinischem Verdacht auf Sarcoptes-Befall stellt die Serologie häufig eine gute Alternative für den Nachweis dar.
In unserem Untersuchungsgut finden wir über 20% positive und über 12% als fraglich bewertete Proben. Fragliche Titer können immer dann entstehen, wenn in der Frühphase einer Infektion nur wenig Antikörper vorliegen bzw. nach erfolgreicher Therapie die Antikörperkonzentration im Abklingen begriffen ist. Daraus folgt auch, dass eine Serologie zur Therapiekontrolle ungeeignet ist.
Theoretisch muss bei fraglichen Titern auch mit Kreuzreaktionen mit anderen Milben gerechnet werden.
2011

Tendenz: Die Anzahl an positiven Seren ist leicht rückläufig, wobei der Anteil fraglicher Seren fast gleich geblieben ist.
Auffallend ist die geringere Anzahl an positiven Seren bei kastrierten Tieren. Man kann das eventuell darauf zurück führen, dass diese Tiere weniger direkten Kontakt zu anderen Hunden haben und somit das Infektionsrisiko reduziert ist. Rein spekulativ wird sich evtl. um Hunde, die einer Kastration zugeführt werden, auch mehr gekümmert.
2008
