Die Hyposensibilisierung stellt in der Therapie der caninen Atopie einen wichtigen Baustein dar. Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg ist eine konsequente Durchführung oft über Jahre. Dazu ist eine engmaschige Kontrolle der Patienten nötig, um rechtzeitig Anpassungen der Therapie und zusätzlich begleitende Maßnahmen einleiten zu können. Die Anwendung ist beschränkt auf Allergien vom Soforttyp I mit IgE-Beteiligung, ist also zum Beispiel nicht für Futtermittelallergien geeignet. Von uns betreute Tierärzte wurden zu ihren Erfahrungen mit der Hyposensibilisierung von Hunden befragt. Insgesamt wurden die Daten von 120 Patienten ausgewertet, die mindestens seit 4 Monaten hyposensibilisiert wurden. Vertreten waren die Altersgruppen zwischen 1 und 13 Jahren, wobei 3-5 jährige Tiere mit 46,6% die Mehrzahl der Patienten stellten. 
Ein „guter Therapieerfolg“ lag bei 73,4% der Patienten vor, wobei dieser als Symptomfreiheit oder deutliche Verbesserung der klinischen Symptomatik definiert wurde. 14,2% der Patienten waren unter der Hyposensibilisierung völlig symptomfrei. Weitere 59,2% zeigten eine deutliche Verbesserung der klinischen Symptomatik und kamen nach Angabe der behandelnden Tierärzte ohne Begleittherapie aus. 14,2% der Tiere zeigten nur eine leichte Verbesserung der klinischen Symptome, die jedoch mit einer Begleittherapie gut beherrschbar war. Der positive Einfluss begleitender Maßnahmen wie Futterumstellungen oder Waschungen ist dabei kaum abzuschätzen. Bei 12,4% der Patienten lag keine Verbesserung der klinischen Symptome vor, davon wurde bei einem Drittel der Tiere die Therapie wegen einer Verschlechterung der Symptome abgebrochen.
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